Geschichte der Landtechnik

Wie rasant und gravierend sich die Technik in der Landwirtschaft verändert und die Ernte revolutioniert hat, erlebten 50 Heimatfreuende bei einem Besuch im Krone-Museum in Stelle. Der jüngste Enkel des Firmengründers Walter Krone und Museumsführer Franz Feismann erweisen sich bei der Reise durch die Entwicklungsgeschichte als versierte Unterhalter, die die Technisierung größtenteils noch selber miterlebt hatten.

Lebendige Geschichte: Walter Krone führte die Heimatfreunde mit Sachverstand und einer gehörigen Portion Humor durch das Krone-Museum.

Lebendige Geschichte: Walter Krone führte die Heimatfreunde mit Sachverstand und einer gehörigen Portion Humor durch das Krone-Museum.

Aus einer einfachen Schmiede, die Bernrhard Krone 1897 im westfälischen Ochtrup eröffnete, entwickelte sich in nunmehr über 120 Jahren die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG zu ihrer heutigen Größe mit Exporten in über 40 Ländern weltweit und zu einem Full-Liner im Bereich der Grünfutterernte. Bereits in der vierten Generation familiengeführt bewahrt Krone seit jeher das Image eines mittelständischen Familienunternehmens. Die heute noch in Stelle existierende Gastwirtschaft Krone, die Berhard Krone`s Frau Anna einst geerbt hatte, gilt als Keimzelle des Unternehmen in der Gemeinde Stelle. Die Nähe zum örtlichen Bahnhof, der damit verbundene rege Publikumsverkehr, das handwerkliche Geschick des Firmengründers, der neben einfachen Pflügen, Strohschneidern auch patentgeschützte Weidepumpen baute und vor allem das kaufmännische Geschick seiner Frau sorgten für eines schnellen wirtschaftlichen Aufschwung des Unternehmens. Bei einem Rundgang durch die geräumigen Museumshallen wurde an einer Vielzahl von innovativen Maschinen und Geräten die Kreativität der Krone-Entwickler sichtbar, die die Landtechnik weltweit revolutioniert hat. Doch nicht nur einige Entwicklungen sind im Museum ausgestellt.

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Stolz ist Krone auch auf eine Reihe von einzigartigen Exponaten anderer Hersteller. Ein Querschnitt von echten Oldtimern der Landtechnik aus den Gründerjahren füllen eine ganze Halle. Wie beispielsweise ein Lanz Landbaumotor aus dem Jahre 1917 oder der erste selbstfahrende Pflug von Hanomag aus dem Jahre 1912.

Begegnungen im Kreislehrgarten in Burgsteinfurt

Begegnungen im Kreislehrgarten in Burgsteinfurt

Nach der beeindruckenden Reise in die landwirtschaftliche Vergangenheit war der Kreislehrgfarten in Steinfurt ein weiteres Ziele der Heimatfreunde.Als einzigartige Einrichtung im Münsterland wurde der Kreislehrgfarten 1914 im Steinfurter Ortsteil Burgsteinfurt als "Kreis Obst- und Gemüsegarten" gegründet. Der überregional anerkannte Ausbildungsbetrieb für Gärtnerinnen und Gärtner der Fachrichtung Obstbau ist öffentlich zugänglich. Jedes Jahr besuchen ihn mehr als 50.000 Gartenliebhaber. In dem 30.000 Quadratmetern große Areal mit einer Fülle von Pflanzen und Obstsorten und Seither kann sich jedermann sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Gartengestaltung informieren. Mit einer Kaffeetafel im auf dem Gelände befindlichen Kötterhaus und vielen neuen Eindrücken traten die Eggermühlen die Rückreise aus dem Münsterland an.









Steinplateau in Sussum nimmt Form an

In mehreren Arbeitseinsätzen haben Mitglieder des Heimatvereins Eggermühlen Heimatfreunde tonnenschwere Findlinge zusammengetragen und mit den Arbeiten am „Sussumer Steinplateau“ begonnen. Als neues touristisches Highlight entsteht auf dem Osterboll, der höchsten Erhebung im Ortsteil Sussum, ein etwa 80 Quadratmeter großer Rastplatz, dessen abgeflachte Kanten mit Feldsteinen befestigt werden.

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Auf der später mit Schotter versehenen Fläche sollen unterschiedlichste Gesteinssorten wie Granit, Basalt oder Sandstein ihren Platz finden. Mit Infotafel ausgestattet möchte der Heimatverein den Besuchern des Rastplatzes damit die verschiedenen geologischen Gesteinssorten und deren Herkunft näher bringen. Ein barrierefreien Zugang soll Rollstuhlfahrern oder Kinderwagen einen problemlosen Zugang ermöglichen. Der erhaben in einem Waldstück gelegene Platz bietet bei guten Fernsicht einen grandiosen Blick bis nach Cloppenburg. Unser Foto entstand beim Platzieren der mächtigen Findlinge.

Heimatgeschichte und Religionen erkundet

Der Baptistengemeinde sowie dem Museum im Kloster statteten Mitglieder des Heimat-und Verkehrsverein bei einer Radwanderung einen Besuch ab. Wanderwart Siegfried Summe, der die Route ausgearbeitet hatte, konnte am Startpunkt bei der Mariä-Himmelfahrtskirche zwei dutzend Radwanderer willkommen heißen. 

David Hagen (2.v.r.) erläutertet den Radlern die Einrichtung des  Gebetshauses

David Hagen (2.v.r.) erläutertet den Radlern die Einrichtung des Gebetshauses

Über Loxten, Druchhorn und Lohbeck ging es zu ersten Ziel des Tages, die Baptistenkirche in Hastrup. Hier begrüßte David Hagen von der Baptistengemeinde die Heimatfreunde und freute sich über das Interesse an der Glaubensgemeinschaft. Mit 360 Gemeindemitgliedern, davon 98 Prozent Russlanddeutschen, sei die Baptistengemeinde Bersenbrück eine sehr aktive Gemeinschaft. Etwa 90 Prozent der Mitglieder träfen sich Sonntag  für Sonntag zum gemeinsamen Gottesdienst. Absolute Bibeltreue und die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift bildet das Fundament der Glaubensgemeinschaft. David Hagen führte die Heimatfreunde durch das großzügige Gebetshaus, das mit Kinderbetreuungsräumen und modernster Multimediatechnik ausgerüstet ist. Im Kellergeschoss bietet ein Festsaal mit Küche den Gemeindemitglieder die Möglichkeiten für Familienfeiern. Der Vorsitzende des Heimatverein Theo Schulte bedankte sich bei Hagen für den eindrucksvollen Einblick in die Religionsgemeinschaft.

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Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel empfing der Vorsitzendes des Kreisheimatbundes Franz Buitmann die Radler im Torhaus des ehemaligen Klosterkomplexes. Sammel, bewahren, forschen und ausstellen. Diesen Anspruch hegte Landrat Dr. Hermann Rothert, als er Im Jahre 1924 in einem Teil des Klosters das Kreismuseum Bersenbrück schuf, so Buitmann. 2016 wurde das Kreismuseum in ein neues Trägerschaftsmodell durch einen Kooperationsvertrag mit Partnern vor Ort überführt, um die Anbindung an die gesamte Region zu unterstreichen. Dazu gehören neben dem Museumsträger Landkreis Osnabrück die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen, die Städte Bramsche und Bersenbrück sowie die Vereine Kreisheimatbund Bersenbrück e.V., Heimatverein Bersenbrück e.V., Förderverein des Kreismuseums Bersenbrück e.V. und die Stiftung Heimatkreis Greifenhagen. Das Museum stellt heute ein attraktives touristisches Infrastrukturelement in der Region dar. Für die Region ist es auch ein Kulturzentrum, das über die museale Einrichtung hinaus für Aktivitäten genutzt werden kann. Durch Dauer- und Sonderausstellungen soll das Museum mit seiner Arbeit Besucherinnen und Besucher, insbesondere auch junge Menschen, aus Nah und Fern erreichen. Zur Zeit wird die Sonderausstellung „Vorsicht Urne“ gezeigt. Ende Juli widmet sich das Museum mit einer Ausstellung „25 Jahre Reggae Jam“ der Bersenbrücker Kultveranstaltung. Eine weitere Ausstellung zum Thema Burgen und Schlösser im Altkreis Bersenbrück wird zur Zeit vom Kreisheimatbund vorbereitet und wird ab September im Dachgeschoss des Museums zu sehen sein. (gg)







Pfingstausflug ins Reich der Mühlen

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Interessante Handwerkskünste, Ausstellungen und ein attraktives Rahmenprogramm konnten Pfingstausflügler beim Mühlentag n Eggermühlen erleben. Im Keller der Wöstenesch-Wassermühle, in dem die mächtige Achse des Mühlrades knarrend drehte, stellten mehrere Künstler ihre Exponate vor. 

Gutes Wetter und Gute Laune - so ließ es sich aushalten

Gutes Wetter und Gute Laune - so ließ es sich aushalten

Auch in der Mühle ließen es sich die Besucher gut gehen

Auch in der Mühle ließen es sich die Besucher gut gehen

Reges Kommen und Gehen zeugte davon, dass vielen Besucher beim Mühlentag mehrere Mühlen ansteuerten.

Reges Kommen und Gehen zeugte davon, dass vielen Besucher beim Mühlentag mehrere Mühlen ansteuerten.



Eine ganz Palette interessanten Spielmöglichkeiten boten die Jugendpfleger der Samtgemeinde Bersenbrück, die mit ihrem Spielemobil vor Ort waren.

Eine ganz Palette interessanten Spielmöglichkeiten boten die Jugendpfleger der Samtgemeinde Bersenbrück, die mit ihrem Spielemobil vor Ort waren.

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Das Bücher nicht nur gedruckte Information sind, sondern auch zu wahren Kunstobjekten umgestaltet werden können, zeigte Heinz Böwer. Bücher in ihrer Urform aus unterschiedlichsten Holzarten, in handwerklicher Vollendung gesägt, geschnitzt und geschliffen. Der gelernte Tischler beherrscht dieses Hobbyhandwerk und demonstrierte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Gesichter mit Ausdruck, filigran modelliert und phantasievoll handbemalt zeigte Hannelore Wichmann. Was sich aus ausgedienten Flaschen Dekoratives gestalten lässt, zeigt Karin Müller den Besuchern. 

Düfte von Gebratenen und leckeren Kuchen verführte die Mühlentagsgäste kulinarisch. Bei heimatlichen Preisen folgten auf den „Eggermöhler Kartuffelpannekaoken“ schon gleich Kaffee und ein Stück selbst gebackener Torte. 

Mühlentag bietet Einblick in Kunst und Technik

Charakterköpfe und Kinder-Mitmachaktionen in Eggermühlen
Bei vielen Mühlenfreunden ist es ein fester Termin in ihrem Ausflugskalender. Traditionell am Pfingstmontag, in diesem Jahr am 10. Juni 2019, laden die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) und ihre Landes- und Regional-Verbände zum „Deutschen Mühlentag“ (DMT) ein. Seit nunmehr über einem Vierteljahrhundert öffnen 900 Wind-, Wasser-, Dampf- und Motormühlen bundesweit ihre Türen.  Sie lassen die Flügel und Wasserräder drehen, setzen die Mahlgänge in Betrieb, laden die Gäste zu Führungen und kleinen Festen mit kulturellen Angeboten und auch zu Speis und Trank ein. Im einst mühlenreichsten Landkreis Bersenbrück sind es sieben alte Kulturdenkmale, die sich an dem Aktionstag beteiligen. Neben der Feldmühle in Bersenbrück, Telgkamps Mühle in Kettenkamp, Lampen Mühle in Ahausen, der Riesau Wassermühle in Ueffeln-Balkum und Everdings Windmühle in Groß Mimmelage öffnet auch die Wöstenesch-Wassermühle in Eggermühlen ihre Türen.

Auf Kunstobjekt aus Ton, Holz und Papier, Spiele und Kinder-Mitmachaktionen sowie eine Reihe von interessanten Ausstellern können sich Besucher hier freuen. Nach dem großen Zuspruch beim Mühlentag im vergangenem Jahr sind Jugendpfleger der Samtgemeinde Bersenbrück wieder mit einer Reihe von Attraktionen für Kinder präsent. 

Das Team der Jugendpflege der Samtgemeinde bietet jungen Besuchern eine Fülle von Spielmöglichkeiten.

Das Team der Jugendpflege der Samtgemeinde bietet jungen Besuchern eine Fülle von Spielmöglichkeiten.

Charakterkönfe aus Ton entstehen in der Werkstatt von Hannelore Wichmann aus Kneheim

Charakterkönfe aus Ton entstehen in der Werkstatt von Hannelore Wichmann aus Kneheim

Ausdrucksstark modellierte Charakterköpfe aus Ton sind das Markenzeichen von Hannelore Wichmann. Eine Reihe ihrer Exponate zeigt die Künstlerin aus Kneheim am Pfingstmontag im Kellergeschoss der Wöstenesch-Wassermühle. Hier, direkt neben der noch funktionierenden Antriebstechnik der 400 Jahre alten Wassermühle zeigen zwei weitere Künstler, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema Buch beschäftigen, verblüffende Buchvarianten.

Heinz Böser, Karin Müller und Hannelore Wichmann zeigen in Eggermühlen außergewöhnliche Hobbys

Heinz Böser, Karin Müller und Hannelore Wichmann zeigen in Eggermühlen außergewöhnliche Hobbys

Heinz Böwer fertigt Bücher aus unterschiedlichsten Holzarten. Seine Objekte sehen derart echt aus, dass der Betrachter geneigt ist, darin zu blättern. Gedacht allerdings sind sie als gediegener Aufbewahrungsort für schicke oder wertvolle Kleinigkeiten. Schon im vergangenem Jahr war der Stand von Agnes Witt in Eggermühlen stark frequentiert. Mit ihren „gefalzten Büchern“ zog sie die Besucher in ihrem Bann. Die Mettingerin hat ihre Technik weiter verfeinert und zeig in diesem Jahr neue Objekte ihres einzigartigen Hobbys. Kleine Geschenkideen aus Ton sowie Schals bietet Anny Stegmann aus Recke an der Wassermühle an. Welch pfiffige Gartenstecker man aus altgedienten Flaschen herstellen kann, zeigt Karin Müller, die zudem auch kunstvolle Jutekränze präsentiert.

Ein buntes Programm mit Trödelmarkt können Besucher am Pfingstmontag bei der Wöstenesch-Wassermühle erleben.

Ein buntes Programm mit Trödelmarkt können Besucher am Pfingstmontag bei der Wöstenesch-Wassermühle erleben.

Für viele interessante Gespräche und gute Unterhaltung sorgte im vergangenem Jahr Henk Meijer. Mit ausgesuchten Trödelexponaten ist die in Menslage wohnende Frohnatur auch in diesem Jahr wieder mit dabei.

Gefalzt Buchkunst ist eine Technik, die Agnes Witt im Mühlenkeller demonstriert

Gefalzt Buchkunst ist eine Technik, die Agnes Witt im Mühlenkeller demonstriert

Neben den Eggermöhler-Kartuffel-Pannekaoken, Pommes und Chicken-Nuggets können sich Besucher wieder auf ein großes Tortenbuffet freuen. Dutzende selbst gebackener Brote findet beim Mühlentag immer wieder reißenden Absatz. Nicht zuletzt der heimatlichen Preise wegen, zieht es Jahr für Jahr viele Besucher zum Deutschen Mühlentag bei Wöstenesch-Wassermühle. Die Veranstaltung ist am Pfingstmontag von 10 - 18 Uhr geöffnet. Die Region im Altkreis Bersenbrück eignet sich wegen ihrer Mühlendichte ideal für eine Fahrradroute von Mühle zu Mühle.






„Wegegeld-Hebestelle“ vor 150 Jahren aufgelöst

Heimatverein Eggermühlen restaurierte alte Zollstelle

Ankum-Holsten Als im Sommer 2001 der neue Radweg entlang der Straße Eggermühlen-Ankum fertiggestellt wurde, entstanden auf Initiative der Gemeinde Eggermühlen diverse Infotafel, die auf geschichtliche Begebenheiten und Belange hinweisen. Einer dieser markanten Punkte war die Errichtung eines Schlagbaumes bei der Gaststätte Dobelmann in Holsten.

Frisch renoviert informieren Hinweisschild um Zollschranke den Vorbeifahrenden wieder übergeschichtliche Belange. Unser Foto entstand bei der Einweihung mit dem Gastwirtsehepaar Hedwig und Hubert Dobelmann an der Grenze zwischen Holsten und Eggemühlen.

Frisch renoviert informieren Hinweisschild um Zollschranke den Vorbeifahrenden wieder übergeschichtliche Belange. Unser Foto entstand bei der Einweihung mit dem Gastwirtsehepaar Hedwig und Hubert Dobelmann an der Grenze zwischen Holsten und Eggemühlen.

Neben dem weiß-rot lackierten Schlagbaum wurde dort ein eichener Hinweiskasten mit Kupferdach aufgestellt. Nach nunmehr fast 20 Jahren hatten Witterungseinflüsse dem Infobauwerk derart zugesetzt, dass für den Erhalt eine Restaurierung unausweichlich war.  Da die einstige Initiative aus der Gemeinde Eggermühlen erfolgte, nahm sich der Heimat- und Verkehrsverein Eggermühlen der Restauration an und demontierte das gewichtige Infoschild. Dessen stellvertretende Kassierer Franz-Josef Schmied reinigte das massive Gestell sowie die angesetzte Tafel und versah es mit einem frischen Anstrich. Auf stabilen Edelstahlfüßen, die das Eggermühlener Unternehmen M&K Fördertechnik unentgeltlich beisteuerte, kann die Infotafel, an der nach Aussagen von Gastwirt Hubert Dobelmann sehr viele Radler stoppen, nun wieder in den nächsten Jahrzehnten Wind- und Wetter trotzen.

Die Historie des Ortes vermittelt eine Infotafel

Die Historie des Ortes vermittelt eine Infotafel

Der Text weist darauf hin, dass an dieser Stelle im Jahre 1869 letztmalige eine Zollgebühr fällig war. Zu lesen ist dort „Als Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptverkehrsstraßen unserer Heimat befestigt wurden, suchten die Erbauer nach Möglichkeiten, die Baukosten wieder hereinzubekommen. An dieser Stelle, an der alten Heerstraße Ankum-Bippen-Berge, befand sich bis 1869 eine Wegegeld-Hebestelle mit einem Zollbaum. Hebestellen wurden damals entlang von Heerstraßen im Abstand von einer geografischen Meile errichtet. Fuhrwerke mit einer Radbreite von unter 25 Zentimetern hatten Wegegeld zu entrichten. Die Höhe der Abgabe richtete sich auch nach der Felgengröße des Fahrzeugs. Eine Hebestelle brachte jährlich etwa 300 bis 400 Taler ein. Für ein kleines „Wegegeld“ kredenzt Ihnen der Wirt gern einen erfrischenden Tropfen. Gönnen Sie sich eine Rast an historischer Stelle“

Auf die gelungene Restaurierung stießender Heimatverein mit Gastwirt Dobelmann und Bürgermeister Frerker mit einem “Zaollbaum-Tröpfen an.

Auf die gelungene Restaurierung stießender Heimatverein mit Gastwirt Dobelmann und Bürgermeister Frerker mit einem “Zaollbaum-Tröpfen an.

Diesen erfrischenden Tropfen hatte das Gastwirtsehepaar Hedwig und Hubert Dobelmann auch beim jüngsten Ortstermin des Heimatvereinsvorstandes als Dank für die erfolgte Instandsetzung parat. Sein „Zollbaum-Tröpfchen“, ein schmackhafter Kräuterschnaps sei auch nach fast 20 Jahren seit seiner Einführung noch ein beliebtes Souverier, so Dobelmann. Bei einem Umtrunk, den Dobelmann in Beisein von Eggermühlens Bürgermeister Markus Frerker zum Abschluss der Instandsetzungsarbeiten spendierte, bedankte sich Frerker wie auch Gastwirt Dobelmann für das Engagement des Heimatvereins.

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Vom Ortberg in die Maiburg

„Deutscher Tag der Wandern“ bot unbekannte Einblicke

Auf dem Hof Stottmann startete die Auftaktveranstaltung am „Deutschen Tag des Wandern“. Hausherrn Theo Stottmann begrüßte als Wanderwart des Heimatvereins 30 Teilnehmer und hieß sie auf seinem Hof willkommen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Wiehengebirgsverbandes Ulrich Gövert hatte Stottmann eine gut zweistündige Wanderung durch das Randgebiet der Maiburg ausgearbeitet.

Begrüßung auf dem Hof Stottmann in SAtottenhausen

Begrüßung auf dem Hof Stottmann in SAtottenhausen

Ulrich Gövert freute sich, auch als Vorsitzender des Niedersächsischen Wanderverbandes, die Auftaktveranstaltung in Niedersachsen in seiner Heimatgemeinde eröffnen zu können. Neben Wandern aus Eggermühlen hieß er auch Teilnehmer aus Kettenkamp, Schwagstorf, Ankum und Engter willkommen. Der vom Deutschen Wanderverband initiierte „Tag des Wandern“ am 14. Mai geht auf das Gründungsdatum des Vereins im Jahre 1883 zurück und soll bundesweit über die ganze Vielfalt einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland, dem Wandern, informieren. An diesem Tag, so Gövert, wird deutlicher als sonst, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement der unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes (DWV) organisierten Menschen für die Gesellschaft ist. Naturschutz, Infrastruktur für den boomenden Wandertourismus, Gesundheit und Gemeinschaft erleben seien Themen, die ohne ehrenamtliche Engagement kaum noch mit Leben zu erfüllen wären. 

Unterwegs auf dem Suddenfeldweg

Unterwegs auf dem Suddenfeldweg

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Hausherr Theo Stottmann spendierte einen Tropfen

Hausherr Theo Stottmann spendierte einen Tropfen

Nach der Wanderung schmeckten Spiegeleier hervorragend

Nach der Wanderung schmeckten Spiegeleier hervorragend

Entlang zahlreicher Teichanlagen und dem Ortberg, auf dem die Stottenhausener Jugend früher dem Wintersport fröhnte, führten die Wanderwarte die Teilnehmer über den Suddenfeldweg, der die Grenze zwischen der Samtgemeinde Fürstenau und der Samtgemeinde Bersenbrück bilden ,in die Maiburg. Hier erläuterten Gövert und Stottmann, was es mit dem Vosspädken, der Hexentreppe oder dem Verlobungsweg auf sich hat. Vorbei an Wildschweinsuhlen wurde den Wandern vor Augen geführt, was Wildschweine für Schäden an Äckern und Wegen verursachen können. Die interessante Streckenführung und das frische Grün der Waldungen hinterließen bei vielen Teilnehmen nachhaltige Eindruck einer Landschaft, die oft nur beiläufig wahrgenommen wird. Zurück auf dem Hof Stottmann warteten nicht wie sonst üblich Bratwürstchen sondern Spiegeleier auf Toast auf die Teilnehmer. Agnes Stottmann und Maria Göwert zeigten sich an der überdimensionalen Bratpfanne als versierte „Braterinnen“. „Dat schmeckende mal richtig lecker“, resümierte auch der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Theo schulte, der den Organisatoren seinen dank aussprach. Für jeden Teilnehmer gab es zum Abschluss der Veranstaltung einen Ansteckpin sowie ein Wildblumenmischung. Der Deutsche Wanderverband möchte damit das Engagement gegen das Artensterben unterstützen.




Sussumer Geschichte in einem Heimatlied

Volksliedersingen fand sehr guten Anklang

Die Geschichte seines Heimatortes Sussum brachte August Havermann vor vielen Jahrzehnten zu Papier. In den  Strophen des Liedes beschrieb der Heimatfreund die Bauerschaft mit all seinen Facetten. Ob Schuhmacher, Lehrer, Schmied oder Müller, alle im Ort ansässigen Gewerbetreibenden widmete Havermann einige Zeilen und schuf damit ein aussagekräftiges Zeitdokument. Beim diesjährigen Volksliedersingen auf dem Hof Kortland in Sussum ließen es sich die „Ureinwohner“ der Bauerschaft nicht nehmen, den 75 Teilnehmern ihre Ortshymne zu präsentieren.

Über eine „volle Scheune“ freute sich Hausherr Reinhold Kortland beim diesjährigen Volksliedersingen der Heimatvereine aus seinem Hof in Sussum.

Über eine „volle Scheune“ freute sich Hausherr Reinhold Kortland beim diesjährigen Volksliedersingen der Heimatvereine aus seinem Hof in Sussum.

Vertieft im Gesang

Vertieft im Gesang

Das Sussumer Heimatlied brachten die “Ureinwohner” zu Gehör

Das Sussumer Heimatlied brachten die “Ureinwohner” zu Gehör

In der Scheune des Anwesens konnte der Vorsitzendes des Heimat- und Verkehrsvereins Theo Schulte neben Eggermühler und Kettenkamper Heimatfreunde auch eine Reihe von auswärtigen Volksliederfreunden willkommen heißen. Auch Hausherr Reinhold Kortland freute sich über eine „volle Scheune“. Musikalisch willkommen hießen zum Auftakt alle Teilnehmer den Monat Mai mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“, das der Osnabrücker Justus Wilhelm Lyra im Jahr 1842 vertont hatte. Unter der musikalischen Begleitung des Akkordeon-Duos Gerd Bruns und Jürgen Büscher folgten in vier Blöcken ein gutes Dutzend weitere bekannten Lieder. „Wenn die bunten Fahnen wehen“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder Lilli Marleen“ gehörten ebenso dazu wie die Heimatlieder aus Kettenkamp und Eggermühlen. Wie frahet us, dat wi düsse Tradition all over so veele Joahre bewoahrt hebt und vandoage wer tauhop singen könnt, so Werner Küthe vom Heimatverein Kettenkamp. Zum nächsten gemeinsamen Singen am 7. August lud er die Teilnehmer ins Sportlerheim nach Kettenkamp ein. Die Veranstaltung, die bereits zum 28. Male stattfand, hat sich zu einem sehr geselligen Treffen entwickelt, beim dem neben dem gesanglichen Part auch die Unterhaltung und Geselligkeit bei Bratwurst und Getränken nicht zu kurz kommt.

Kortland`s Scheune erwies sich als schöne Konzertarena

Kortland`s Scheune erwies sich als schöne Konzertarena

Vorsitzender Theo Schulte spendiert den Musikern Gerd Bruns und Jürgen Büscher ein Schnäppchen

Vorsitzender Theo Schulte spendiert den Musikern Gerd Bruns und Jürgen Büscher ein Schnäppchen

Auf dem Brinkberg in Besten wurde das gemeinsame Volksliedersingen im Mai 2006 erstmals unter freiem Himmel ausgetragen. Seitdem findet es abwechselnd auf Höfen, in Gärten oder auf öffentlichen Plätzen in den Gemeinden Kettenkamp und Eggermühlen statt. Vor vier Jahren veröffentlichten die Heimatvereine dazu ihren zweiten Liederband „An der Egger Auen“, in dem sie viele alte Volksweisen zusammengefasst haben.